Live-Operation von Dr. Markus Lorenz
auf dem Arthroskopie-Kongress der AGA am 18.09.2014 in Innsbruck

In diesem Jahr fand der Kongress der größten deutschprachigen Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) vom 18. bis 20.09.2014 mit über 1000 Teilnehmern in Innsbruck statt. Der Kongress findet einmal jährlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz abwechselnd statt. Mittlerweile ist die AGA Europas größte Fachgesellschaft für Arthroskopie mit über 4000 Mitgliedern. Die Arthroskopie „Schlüssellochchirurgie“ hat sich in den letzten 30 Jahren vom Exotendasein zum Goldstandard in der Behandlung von Gelenkverletzungen und Erkrankungen entwickelt.

Die jährlichen Kongresse dienen der Aus- und Weiterbildung arthroskopisch tätiger Ärzte. Neben wissenschaftlichen Vorträgen und Diskussionen gehören bei chirurgischen Kongressen auch live durchgeführte Operationen, die dann mit Bild und Ton in einen entsprechend großen Vortragssaal mit Großleinwand übertragen werden, zum Standard.

Dr. Lorenz ist auf die arthroskopische Chirurgie insbesondere von Schulter- und Kniegelenkverletzungen spezialisiert. Es kommen regelmäßig interessierte Ärztekollegen zu ihm, um bei Operationen zu hospitieren und sich insbesondere die modernen Techniken von arthroskopisch durchgeführten Rekonstruktionen von Sehnen, Bändern und Kapsel v.a. des Schultergelenkes anzuschauen und sich in diesen Techniken weiterzubilden.

Einem großen Publikum konnte er im Rahmen der live durchgeführten Operation seine Versorgung des Rotatorenmanschettenrisses mit Softankern der Fa. Biomet® vorstellen. Die Operation dauerte ca. 30min und wurde von einem sehr professionell arbeitenden Fernsehteam mit mehreren Kameraleuten und Regisseur in den Hauptvortragssaal übertragen. Im Hauptvortragssaal wurde die Live-OP durch unseren Praxispartner Dr. Christoph Thussbas für das Saalpublikum moderiert. Es konnten während der Übertragung so direkt Fragen an den Operateur gestellt werden. Trotz der besonderen Umstände - nicht in der gewohnten Umgebung zu operieren und vor einem großen Publikum – verlief die Operation erfolgreich mit positivem Feedback der zuschauenden Kollegen.


Regionale „Spitzenendoprothetik“ in Berchtesgaden
Das erste zertifizierte EndoProthetikZentrum in Südostbayern

In der Kreisklinik Berchtesgaden werden seit Januar 1985 jährlich ca. 400 künstliche Knie- und Hüftgelenke (Endoprothetik) nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden implantiert. Ein Schwerpunkt unserer Klinik liegt somit in der Betreuung von Patienten, die sich einer Operation an zerstörten oder erkrankten Gelenken unterziehen müssen, ob mit einer primären Prothesenversorgung und zunehmend auch mit einem Wechsel der bereits bestehenden Prothese.

Mit der Einführung eines zertifizierten internationalen Qualitätsmanagementsystems nach der DIN EN ISO 9001:2008 und den Vorgaben der Fachgesellschaft erhält der etablierte Begriff des „Knochenhauses“ Berchtesgaden nun eine neue Bedeutung.

Seit 2012 wurde in Deutschland unter Leitung der Orthopädischen Fach- und Berufsverbände ein neues System etabliert, welches die Qualität der Strukturen, Abläufe und Ergebnisse in Kliniken mit Endoprothesenoperationen definiert und nach entsprechender Beurteilung Gütezertifikate ausspricht. Diese Qualitätsprüfung oder Zertifizierung wird auf Antrag in Kliniken durchgeführt.

Die Kreisklinik Berchtesgaden hat sich ein Jahr lang intensiv und mit allen beteiligten Berufsgruppen (Pflege, Ärzte, Therapeuten, etc.) und externen Kooperationspartner auf die Zertifizierung vorbereitet, die geforderten Kriterien mit den bereits bestehenden Strukturen und Abläufen verglichen und an die umfangreichen Vorgaben angepasst. Inhalte und Voraussetzungen dieses Anforderungskatalogs sind u.a. die notwendige Expertise in Form von Mindestfallzahlen, die qualitative und quantitative Expertise der Operateure mit ihrem notwendig hohem Ausbildungsstand auf dem Gebiet der gesamten Endoprothetik, strukturierte, interdisziplinäre und nachvollziehbare Arbeitsabläufe nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Orthopädischen Chirurgie und medizinischer Leitlinien, Einhaltung von sehr hohen Qualitätsstandard in allen Bereichen bei der Umsetzung der Patientenversorgung mit strukturierten Qualitätskontrollen in den einzelnen Abschnitten der Behandlung bis hin zur korrekten Einhaltung und Umsetzung aller gesetzlichen Anforderungen in der Gesundheitsversorgung. Auch die Beschäftigung mit Risiken, Komplikationen und Patientensicherheit sind Bestandteil des Systems.

Gesamtziel dieser Bemühungen ist die Einführung einen Führungs- und Steuerungssystems, das die Qualität und Sicherheit der endoprothetischen Versorgung überwacht und kontinuierlich verbessert.

Nach sehr umfassender zweitägiger Prüfung durch drei externe Auditoren wurde die Zertifizierung mit Erfolg bestanden. Die Prüfungskommission hat der Klinik mit der Zertifikatserteilung bestätigt, dass unsere Patienten nach einem sehr strukturierten Therapieprozess behandelt werden, der sich an den wissenschaftlich begründeten Behandlungsleitlinien der Fachgesellschaften orientiert. Die geplanten Operation und die Nachbehandlung werden mit einer sehr hohen Qualität umgesetzt. Da ausschließlich modernste Implantate Anwendung finden, ist eine frühe Wiederherstellung der sportlichen und beruflichen Aktivität auf hohem Niveau gesichert. Am kürzlich stattgefundenen Tag der offenen Tür konnten sich viele Patienten auch vom neuen sehr modernen OP-Trakt persönlich überzeugen.

Dr. med. Th. Kanig
Leiter des EZ Berchtesgaden
Facharzt für Orthopädie, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Spezielle Orthopädische Chirurgie

Freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung, von links: Prof. Dr. Ulrich Bürger, Medizinischer Direktor der Kliniken Südostbayern AG, Dr. Thomas Kanig, Leiter des Endoprothektikzentrums (EPZ), Dr. Kornelia Zenker-Wendlinger, Ärztliche Direktorin der Kreisklinik Berchtesgaden, Dr. Lutz Kistenmacher, Koordinator des EPZ, Reinhold Frank, Qualitätsmanager der Kliniken, sowie die Herren der Prüfungskommission: Dr. Mathias Bender (Leitender Fachexperte Endocert), Dr. Uwe Maus (Fachexperte Endocert) und Arne Habermann (Leitender Auditor DIN ISO)